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Von K. WEUSTER, CH. THORMANN,
T. WINTERSTEIN u. J. MEINHOLD


Schwarzes Lack-Bustier, das umgedrehte Kreuz an ihrem Hals (ein teuflisches Symbol) und die vielen, vielen Piercingringe: So ließen sich Manuela (22) und Daniel (25) nach ihrer standesamtlichen Hochzeit fotografieren

Sie haben sie! Das satanische Paar aus Witten, Manuela B. (22) und Daniel R. (25), ist der Polizei ins Netz gegangen.

Beide stehen in Verdacht, am 6. Juli einen grausamen Mord nach satanischen Ritualen begangen zu haben. Mit Stichen und Hammerschlägen sollen die beiden ihren Freund Frank H. (33) getötet haben. Seitdem waren sie auf der Flucht durch Deutschland.

Heute morgen um 9.30 Uhr schnappte die Fahndungsfalle in Jena zu. Zuletzt war das Horror-Paar in einem gestohlenen Wagen mit Kyffhäuser-Kennzeichen unterwegs.

Der Schädel rasiert, Tätowierungen, Metall auf nackter Haut. So pervers-verrucht schloss „Satansbraut“ Manuela B. (22) mit ihrem diabolischen Bräutigam Daniel R. (25) den „Bund fürs Leben“.

Stationen ihres Wahnsinns:

Ihr Kennenlernen. Andere Satanisten verkuppeln sie übers Telefon. Treffpunkt für das erste Rendezvous: der alte Friedhof in Recklinghausen.

Jetzt am 6. 6. (die Sechs ist Symbol des Satans). Schauplatz ihres Grusel-Auftritts: das Standesamt Herten. Der Hochzeitsfotografin erzählen sie, dass sie nach Transsylvanien (Rumänien) wollen, zum Schloss des Blutsaugers Graf Dracula.


Spielte gern die „Herrin“: die Braut des Satans mit einer Freundin

Das Vorleben der Satans-Braut. Sie färbt sich schon mit 13 die Haare grell. Ihre Eltern (Bahnbeamter, Angestellte) machtlos. Sie wird Verkäuferin in einer Bäckerei (mit Schock-Ring in der Nase). Einem früheren Freund beißt sie in den Hals: „Ich will dein Blut!“ Ihr letzter Liebhaber zu BILD: „Sie sagte sofort, dass sie Satanistin ist. Wir schlugen uns beim Sex, wir trugen Lederhalsbänder mit Nieten.“


Manuela mit einer Machete, der mutmaßlichen Tatwaffe

Sein Werdegang: Verkaufte bis zu seiner Flucht Autoteile. Hauptschulabschluss, damals schon Hang zu Okkultismus. Seine Eltern zu BILD: „Aber richtig schlimm wurde es, als er vor einem Jahr diese Manuela kennen lernte.“

Die gemeinsame Klammer: Sado-Praktiken beim Sex (mit schmerzhaften Fesseln), rechtsextreme Sprüche, Blut-Kult und Satanismus. Auf der Mailbox seines Handys ein teuflisches Lied: „I drink your blood, I eat your skin.“ Ich trinke dein Blut, ich esse deine Haut...


Manuela in Sadomaso-Pose

Der Horror-Mord. Die Polizei: „Nach bisheriger Erkenntnis lockte er seinen Kollegen Frank H. (33) mit einer Party-Einladung in die Wohnung in Witten.“ Die Wände mit schwarzen Tüchern verhängt, Sarg im Wohnzimmer. Mutmaßliche Tatzeit: letzter Freitag. Datum: 6. Juli – wieder die Satans-Symbolik.


Das Opfer Frank H. wurde per Gen-Analyse identifiziert

Das Obduktionsergebnis: Das Opfer wurde mit einer Machete niedergemetzelt und mit einem Hammer erschlagen – es waren exakt 66 Verletzungen. Auch auf das Gesicht wurde eingehämmert. Ein Polizeisprecher: „Das Opfer ist nicht mehr zu erkennen. Gewissheit, ob es tatsächlich Frank H. ist, kann nur die Gen-Analyse bringen.“ Gestern abend die Bestätigung.

Die Eltern von Frank H.: „Die Polizei hatte schon angedeutet, dass es unser Sohn ist. Er war ein so lieber, gutgläubiger, empfindsamer Junge. Als ihn seine Freundin wegen eines anderen verließ, wollte er ins Kloster gehen

 

 

H A M M E R M O R D - G E S T Ä N D N I S

"Es war Satans Befehl"



Das festgenommene satanistische Paar aus dem Ruhrgebiet hat den grausamen Mord an einem 33-Jährigen in Witten auf "Satans Befehl" hin ausgeführt. Dies sagten sie in ihrem Geständnis. 


Bochum - Die beiden hätten weder Reue noch Schuldgefühle gezeigt, berichteten die Ermittler in Bochum. Alkohol oder Drogen hätten bei der Ausführung keine Rolle gespielt. Das junge Ehepaar im Alter von 22 und 25 Jahren war am Donnerstag nach mehrtägiger Flucht in Jena in Thüringen überwältigt und mit dem Hubschrauber nach Bochum gebracht worden. 
Ein Zeuge hatte den Wagen zuvor in der Plattenbausiedlung Jena-Lobeda gesehen. Die Gesuchten hatten allerdings ihr auffälliges Erscheinungsbild auf der Flucht verändert. Am Auto waren okkulte Ornamente und Schriftzüge ansatzweise entfernt worden. Das Recklinghäuser Kennzeichen war gegen ein offensichtlich gestohlenes Nummernschild aus dem Kyffhäuserkreis ausgetauscht worden. 

Die Thüringer Polizei war schon seit Montag durch Zeugen gewarnt. Sie hatten die Flüchtigen beim Tanken in Sondershausen im Kyffhäuserkreis beobachtet. Möglicherweise hatten die beiden Sondershausen als Zwischenstation nicht zufällig ausgewählt. Dort hatte 1993 der Thüringer "Satansmörder" Hendrik Möbus einen 15-jährigen Mitschüler ermordet. Der heute 25-Jährige wurde zu acht Jahren Jugendhaft verurteilt, kam aber schon 1998 auf Bewährung frei. Derzeit sitzt er in den USA in Abschiebehaft und will seine Auslieferung nach Deutschland mit einem Antrag auf politisches Asyl verhindern. 

Der bizarre Fall um den Ritualmord in Witten war erst am Montag bekannt geworden. Die Polizei fand die Leiche neben einem Eichensarg, Totenschädelattrappen, umgedrehten Kreuzen und SS-Runen in der Wohnung des Satanistenpaares. Auf das Fenster war der Schriftzug "When Satan lives" (Wenn Satan lebt) geschmiert worden. Die Polizei fand auch eine "Todesliste", auf der Namen weiterer Bekannter aus dem Ruhrgebiet standen. Die Menschen wurden vorsichtshalber gewarnt. 

Das Opfer aus Datteln soll sich nach Angaben der Mutter nicht in satanistischen Kreisen bewegt haben. Der 33-Jährige hatte früher mit dem 25-jährigen als Autoteileverkäufer zusammengearbeitet. Die Ermittler gehen von "Mordlust" vor okkultem Hintergrund als Tatmotiv aus.

Töten für Wotan

Chronologie Hendrik Möbus

1993 Mord an seinem Mitschüler Sandro Beyer in Sondershausen

1994 Verurteilung zu acht Jahren Haft

1998 Vorzeitige Entlassung aus dem Gefängnis

1999 Verurteilung wegen der Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener, Flucht in die USA

 

US-Marshalls haben eine Kultfigur der deutschen Satanistenszene gefasst. Der Mörder und Neonazi Hendrik Möbus war seit fast einem Jahr auf der Flucht vor deutschen Zivilfahndern.

Schon seit Monaten waren die Zielfahnder des Landeskriminalamts Thüringen dem Satanisten auf der Spur. Vor drei Wochen dann schlugen sie mit Hilfe amerikanischer Kollegen überraschend zu: Als der flüchtige Hendrik Möbus das Grundstück des prominenten US-Rechtsextremisten William Pierce in Marlinton im Bundesstaat West-Virginia verließ, überrumpelten ihn Marshalls, die Handschellen klickten. 
Möbus ist der wohl bekannteste und meistgesuchte Nazi-Satanist Deutschlands. 1993 erdrosselte er im thüringischen Sondershausen mit zwei Freunden seinen Mitschüler Sandro Beyer – nach dem Vorbild ihres Lieblings-Horrorfilms "The Evil Dead". 

Der Stuhl, auf dem Sandro gefesselt wurde

In schwarzen Gewändern und mit gräuslicher Musik hatte das Trio zuvor schon seine Mitschüler geschockt. "Ihr könnt meinem Blutdurst nicht entrinnen", grölten die Jungen, damals 17 Jahre alt, und: "Im Wald hört niemand der Opfer Schrei/Wieder ist eine grausige Tat vollbracht." Für besondere Rituale zogen sie sich auf den nahen "Totenberg" zurück. 

Besonders Sandro Beyer litt unter Möbus und seinen Kumpanen. In einem Schülerzeitungs-Interview warnten sie den 15-Jährigen, der die Freundschaft der Gruppe suchte: "Sandro B. gehört definitiv nicht zu uns." Jeder, der sich den Satanisten nähere, solle sich "genauestens überlegen, welches Risiko er einzugehen gedenkt". 

Sandro Beyer



Monate später fand man Sandros Leiche in einem Erdloch. Der Sondershäuser Pastor Jürgen Hauskeller bekennt: "Wir haben die Warnungen nicht ernst genommen." 


Durch die Medien geisterten die jugendlichen Täter fortan als "Satanskinder". Der damals 17-jährige Möbus erhielt 1994 im Prozess vor dem Landgericht Mühlhausen acht Jahre Jugendstrafe. Nach fünf Jahren kam er auf Bewährung frei. 

Ein eklatanter Fehler der Justiz wie sich schon bald zeigte. Denn geläutert hat die Haft den Satanisten nicht. Noch während seines Gefängnisaufenthalts konnte Möbus mit seiner Band "Absurd" eine CD und eine Musikkassette aufnehmen und veröffentlichen. Das Cover ziert das Grab des ermordeten Sandro Beyer. "Er wurde von Absurd am 29. April 93 ermordet", steht daneben. Einer der Titel heißt "Brandanschlag". 

Sandro Beyers Grab in Sondershausen


In der Szene nennt sich Möbus Jarl Flagg Nidhögg; in Interviews, die im Internet veröffentlicht werden und in denen Möbus wie ein Held verehrt wird, macht er aus seiner Geisteshaltung keinen Hehl. So verkündet er, die "weiße Rasse" zeichne sich "seit jeher vor anderen Großrassen" aus, er kämpfe gegen die "Zersetzung des Deutschtums". Lieder der Band heißen "Zyklon B" und "Tod im Wald". Sein Opfer Sandro Beyer verhöhnte er: "Ich weiß ja nicht, ob man in der Nazi-Zeit bestraft worden wäre, wenn man Volksschädlinge unschädlich gemacht hätte." 

Der Satz, immerhin, alarmierte vor zwei Jahren den damaligen thüringischen Justizminister Otto Kretschmer (SPIEGEL 50/1998): Kretschmer ließ prüfen, ob die Parolen des Mörders "strafrechtliche Relevanz" besitzen. Als Möbus dann noch Sieg-Heil-brüllend bei einem Konzert im thüringischen Behringen gesichtet wurde, leitete die Justiz gegen ihn gleich zwei Verfahren ein – wegen Verunglimpfung Verstorbener und wegen der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole. 

Das Amtsgericht Tiergarten verurteilte Möbus Ende 1999 zu anderthalb Jahren, das Amtsgericht Eisenach zu acht Monaten Haft. Möbus legte Berufung ein und setzte sich zu Neonazis in die USA ab. 

Möbus ist nur die bekannteste Gestalt einer Szene, die sich insbesondere im Osten wachsender Beliebtheit erfreut und international bisweilen als "National Socialist Black Metal" firmiert. Vor einer Radikalisierung dieses Milieus warnen Experten schon seit langem. So glaubt der Sektenbeauftragte der evangelischen Kirche, Ingolf Christiansen, es gebe in der Bundesrepublik "3000 bis 7000 Satanisten, die gedanklich über Tierrituale hinausgehen", und Pastor Hauskeller aus der Gemeinde von Hendrik Möbus spricht von einem "flächendeckenden gesellschaftlichen Problem". Hauskeller ("Seit dem Mord an Sandro Beyer boomt die Satanistenszene in Thüringen") warnt vor "logenartig organisierten Gruppen". Insbesondere die Verbindung von Nazi-Ideologie und Satanskult sei "Besorgnis erregend". 


Publikationen der Satanisten geben dem Pfarrer Recht. Dem Szene-Magazin "Stormblast" hat Möbus anvertraut: "Ich betrachte den deutschen Nationalsozialismus als die perfekte Synthese aus dem satanisch/luziferischen Willen zur Macht, dem elitären Sozialdarwinismus und dem arisch-germanischen Heidentum." Und im Buch "Lords of Chaos" beruft er sich auf einen Leitsatz der SS: "Den Tod zu geben und den Tod zu empfangen." 

Bands, die sich "Barad Dúr" nennen oder "Asaru", erklären: "Die richtige Lösung wäre, 60 bis 70 Prozent der Menschheit auszurotten", "Kirchen abfackeln ist absolut okay", und "Mord ist gut gegen Überbevölkerung". Ihr Idol ist der Gitarrist der norwegischen Black-Metal-Band "Burzum", Varg Vikernes, der früher geäußert hatte, er wolle gern "Diktator von Skandinavien" werden, und der zu Kirchenbrandstiftungen aufrief. 1994 wurde Vikernes wegen des Mordes an einem anderen Satansrocker zu 21 Jahren Gefängnis verurteilt. 

In Deutschland kümmert sich Ronald Möbus, der ältere Bruder von Hendrik, um die Verbreitung des Nazi-Rocks. Er verlegt Gruppen, die Euthanasie und Rassenlehre besingen, und preist deren Elaborate als "eine weitere musikalische Zyklon-B-Dusche" an: "Töten für Wotan!" 

Für die politische Organisation indes war auch von Amerika aus bislang Hendrik Möbus zuständig. Er gründete die deutsche Sektion der "Allgermanischen Heidnischen Front", die es sich zum Ziel setzt, "zu einer umfassenden Jugendbewegung zu werden". Langfristig, tönen die Heiden auf ihrer Internetseite, will ihre Front "alle germanischen Völker und Stämme in einem ,Großgermanischen Reich' vereinen" und "alle fremdländischen Glaubensbekenntnisse aus unseren Völkern verdrängen". Ähnliche Ziele verfolgt die Skinhead-Organisation "Blood and Honour", deren deutschen Zweig das Bundesinnenministerium vergangene Woche verboten hat. 

Nach seiner Entlassung aus der Haft besuchte Hendrik Möbus mit seinem Bruder offenbar unbehelligt Auschwitz. In einer Baracke des Konzentrationslagers posierten die beiden Brüder für ein Foto mit der Keltenkreuzfahne – Material, das der Polizei bei einer Razzia im Oktober 1999 in die Hände fiel. 

Die markigen Sprüche des Hendrik Möbus müssen auch dem US-Rechtsextremisten William Pierce imponiert haben. Er nahm den getürmten Möbus unter seine Fittiche. Pierce ist Gründer der rassistischen "National Alliance" und Autor der "Turner Diaries", eines Kultbuchs in Neonazi-Kreisen, das auch den rechtsextremistischen Attentäter Timothy McVeigh zu seinem Bombenattentat auf ein Bundesgebäude in Oklahoma City angestiftet haben soll. Bei dem Anschlag vor fünf Jahren kamen über 160 Menschen ums Leben. 

Gefördert von seinem amerikanischen Mentor, baute Möbus Kontakte zu Rechtsextremisten in den USA auf, er verdiente sein Geld mit dem Vertrieb rechter Musik. 

"Seit ich Hendrik Möbus kenne", rühmte Pierce seinen Schützling gegenüber SPIEGEL-TV, "hat er sich völlig korrekt und ehrenvoll verhalten." Der Deutsche sei ein "intelligenter junger Mann, der seine Ideale sehr entschlossen vertritt" – kurzum: "ein wahrer Nationalsozialist". 

Auf einer Internetseite ("Free Hendrik Möbus") lamentiert Pierce, Geheimpolizisten hätten Möbus bei der Festnahme "mit solcher Gewalt den Arm hinter dem Rücken verdreht, dass er brach". Dabei sei Hendrik doch ein "ruhiger, hagerer, gewaltloser Intellektueller". 

Möbus möchte ins Land seiner Ahnen lieber nicht zurück – er hat in den Vereinigten Staaten Asyl beantragt. Begründung: In Deutschland werde er wegen seiner politischen Auffassungen verfolgt. Doch seine Chancen standen vergangene Woche schlecht. Am Dienstag wurde er in das Abschiebegefängnis der US-Einwanderungsbehörde INS in Batavia/New York verlegt. Selbst sein Pflichtverteidiger rechnete mit einer zügigen Abschiebung. 

In Deutschland erwartet Möbus Knast: Das Urteil des Amtsgerichts Tiergarten ist bereits rechtskräftig, dazu kommen 976 Tage Restjugendstrafe wegen des Verstoßes gegen die Bewährungsauflagen. Das Urteil von Eisenach (acht Monate) muss noch bestätigt werden. 

Rudolf Lass, Präsident des Erfurter Amtsgerichts, kann sich nicht vorstellen, dass Möbus "ein Rabatt eingeräumt wird: Der wird die Strafe komplett absitzen müssen". Erst 2006 dürfte der Nazi-Satanist wieder frei sein. 

 

Varg Vikernes

Varg Vikernes

Vorbild für Hendrik Möbus war  Varg (Christian) Vikernes, der norwegische rechtsextreme Sänger der Black-Metal Richtung und Initiator des Ein-Mann-Projekts "Burzum". 1993 tötete der dieser seinen Musiker-Kollegen Oystein Aarseth alias Euronymus der Black Metal-Band Mayhem. 

 

Nach der Verhaftung fand die Polizei in Vikernes Wohnung über 100 kg Sprengstoff, die für die Sprengung der Nidarosdomen-Kirche gedacht waren. Außerdem entdeckten die Ermittler Hinweise auf seine Beteiligung an Brandstiftungen an mehreren Kirchen und Grabschändungen. Das norwegische Gericht verurteilte ihn zur Höchststrafe für Mord - 21 Jahre.

Über die möglichen Motive für den Mord an dem Sänger der Black Metal-Band Mayhem kursieren verschiedene Versionen: Einige berichten, daß zwischen den beiden ein Streit um die Führungsposition in dem von ihnen initiierten satanischen The Black Circle entbrannt war. Andere vermuten, daß die Veröffentlichung einer neuen Burzum- Platte auf Aarseth's Label Death like Silence Records der Ausgangspunkt des Konfliktes war. Vikernes selbst äußerte sich dazu:

 

 

"Ich wurde, als ich 20 Jahre alt war, also 1993, inhaftiert. Mein Entlassungstermin könnte im August 2005 oder 2007 sein,- es kommt darauf an, wieviel ich von meiner Gesamtstrafe, welche 21 Jahre beträgt, absitzen muß. Neben dem Mord an dem Gitarristen von Mayhem, wurde ich noch für andere Taten verurteilt. Unter anderem für Diebstahl und unerlaubten Besitz von 150 Kilogramm Sprengstoff, Brandstiftung an 4 jü... Tempeln (Kirchen) und verschiedene Einbrüche in Hütten, Waffen-Läden und wo man sonst noch an Waffen herankommt. Ausgenommen der 150 Kg Sprengstoff (Dynamit und Glynit), gab es keine Beweise für die anderen „Verbrechen", für die ich verurteilt wurde. Ich bin im Gefängnis aufgrund von Polizeispitzeln,-wie wahrscheinlich 90% aller Gefangenen, und ihrer Falschaussagen. Die Vorgeschichte zum Mord ist ziemlich kompliziert. Um es kurz zu machen; ich habe einen Vertrag mit einem Label geschlossen, welches sich als von einem Kommunisten geführtes Label herausstellte. Ich verließ dieses Label und gründete mein eigenes. Dieses führte zu noch mehr Ärger zwischen uns und es kam zu einem ideologischen und auch persönlichen Konflikt. Als er verbreitete, ich würde ein schlechtes Bild auf die Metal-Szene durch meine wotanistischen und rassistischen Ansichten werfen, eskalierte es. Die meisten der Metal-Szene -nicht alle- waren meiner Meinung und das brachte ihn zum verzweifeln. 

Schließlich plante er, mich umzubringen. Sein Plan war, mich mit einer Elektroschock-Pistole (wie auch die Armee und die Polizei sie manchmal benutzt) bewußtlos zu machen. Danach wollte er mich fesseln und zu Tode foltern, alles an einem verlassenen Ort. Das alles wollte er sogar auf Video aufnehmen! Einige seiner „Freunde" erzählten mir von seinem Vorhaben und natürlich wurde ich sehr wütend! Ich fuhr dann zu seiner Wohnung und stellte ihn zur Rede. Sagte, er soll vorsichtig sein. Doch er bekam Panik und griff mich an,- ich verteidigte mich und um es kurz zu machen, es endete damit, daß er sich das Leben nahm. Ich wurde dann beschuldigt ihn ermordet zu haben, aber es war wirklich nicht so, schließlich wurde ich von ihm angegriffen... "

 



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